Man sieht nur mit dem Herzen gut? Schnickschnack! Prinzessin Petronia, die missmutige Cousine des weltallseits beliebten kleinen Prinzen, ist überzeugt: Mit der Lupe sieht man besser. Obwohl sie in der Thronfolge höher steht – ihre Mutter ist Herrscherin des Universums und der kleine Prinz nur der Sohn der jüngeren Tante – dreht sich, seitdem sie denken kann, alles ausschließlich um den niedlichen blonden Jungen. Er hat natürlich auch einen besseren und größeren Himmelskörper abbekommen, während ihr Planet W857 gerade mal etwas größer als ein Hüpfball ist und nur aus Stein und Staub besteht. Auf diesem vielleicht kleinsten und langweiligsten Planeten des Universums hockt sie nun und hadert mit ihrem Schicksal.
Nur gedruckt. Nur in DAS MAGAZIN.
DIE DRAMATIK DER DINGE | Unordnung
KALENDULA
Schon wieder ist ein neues Jahr da, dabei war das alte eigentlich noch ganz gut. Aber die Zeit läuft unerbittlich weiter, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat. Doch wie dabei den Überblick behalten, ohne ständig das Smartphone zu zücken? Eine stilvolle Novität aus dem Hause Greve hilft: der Armband-Abreißkalender „Kalendula“. Mit charmantem Retro-Chic bringt „Kalendula“ das haptische Datumserlebnis zurück – ein kleiner Beitrag zur Entdigitalisierung der Welt.
In diesem Sinne: ein frohes neues Jahr!

WEIHNACHTEN IM KRIEG
NACHLESE | Lesung „Hotel Hades“ in Steglitz
Auf dem Weg zur Lesung in der Ingeborg-Drewitz-Bibliothe

Fotos © Marcus Müller
SALUT, BUNDESWEHR!
Zwar ist Deine Ausrüstung Schrott, Deine neuen Rüstungsprojekte kommen nicht aus dem Quark, und die Mitarbeiter in der Beschaffung wie im Auslandseinsatz sind völlig überfordert – aber eines zumindest hat echten Siegerstatus: Dein Magazin Y. Im Sommer mit dem „Best of Corporate Publishing Award“ in Gold in der Kategorie „Mitarbeitermedien Print“ ausgezeichnet, hebt es die Moral der Truppe mit mitreißenden, kraftstrotzenden Titeln wie „Jäger und Gejagter“ (kombiniert mit der Großaufnahme eines Tornado-Piloten vor blauem Himmel), „Lemmy läßt’s krachen“ (im Bild dazu der Motörhead-Sänger, sein Gitarrengurt trägt passend eiserne Kreuze als Deko) oder „Landung in der Kampfzone“ (als Überschrift zu einem Fallschirmjägereinsatz in Südfrankreich – nur eine Übung, sicherlich zu Deinem Bedauern).
Wie wäre es denn jetzt noch, die Erbaulichkeit des Magazins praktisch zu erweitern und ihm – wie seinem kleinen, zivilen Bruder Yps – ein Gimmick beizulegen? Zum Beispiel das ein oder andere Ersatzteil?
Erschienen in Titanic, Briefe an die Leser, November 2014 > Titanic
NACHLESE | Buchgeburtstag „Hotel Hades“
Drei Menschen sterben – ein Buch wird geboren. Das haben wir am 05.09. in der Z-Bar gefeiert, mit einer üppig bebilderten Lesung, einem Fachgespräch über Wurst-Katapulte und Städtebau im Jenseits, moderiert von der wunderbaren Sarah Schmidt, sowie herzzerreißend schöner Musik von Corinne Douarre und ihrer Autoharp.
Herzlichen Dank dem Verlag, den Helfern und allen Gäste fürs Dasein!
> Interview auf dem Egmont-Graphic-Novel-Blog zum Buchgeburtstag

Fotos © Marcus Müller
HOTEL HADES
Als Martha, Florian und Peter vor einer Imbissbude erschossen werden, erkennen sie: Sie sind tot – aber damit müssen sie jetzt leben. Denn schon schippern sie in ein antikes Totenreich, das zu einer bürokratischen Mega-City angewachsen ist. Doch ob sie in Qualen büßen oder stumpf dahindämmern müssen, lässt sich noch ändern: Wem gelingt eine Karriere am Wurstkatapult? Wer konnte sich zu Lebzeiten mit einem VIP-Ticket ins paradiesische Elysion einkaufen? Was singt der Chor dazu?
Egmont Graphic Novel, Köln 2014,
128 S., ISBN 978-3-7704-5507-2
> Leseprobe bei Egmont Graphic Novel
MEHR PROPHEZEIUNGEN
Ich finde es ja selbst allmählich unheimlich: Jetzt stimmen beide Hälften der Prophezeiung, die ich im Dezember 2013 für den Plasberg-Quiz in der ARD aufgezeichnet habe. Mir hätte die untere Hälfte gereicht.

BARGELDLOS

Erschienen in Sonnemann, Magazin der Frankfurt School of Finance & Management
> Sonnemann
BERLINER WASSERBETRIEBE!
Ihr tut viel für die Gesundheit Eurer Mitarbeiter, wie die RBB-Abendschau berichtet. Neben der schweren körperlichen Arbeit setze nämlich vor allem der Schichtbetrieb den Angestellten zu: „Schicht allgemein ist immer anstrengend. Ist auch für die Familie belastend“, so ein Mitarbeiter der Leitzentrale. Um diese psychische Belastung zu verringern, gibt es laut Personalmanagerin Kerstin Hamann „ein Programm, wo sich die Beschäftigten über eine Telefonberatung 24 Stunden 7 Tage die Woche beraten lassen können“. Aber was, wenn die Telefonberater mal Probleme mit ihrer Schichtarbeit haben? Rufen die sich dann selbst an? Und stellt dieses Programm damit nicht letztlich den Versuch dar, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben?
Erschienen in Titanic, Briefe an die Leser, Juni 2014 > Titanic
AUGE UM AUGE

Erschienen in Titanic, April 2014
MINDESTLOHN

Erschienen bei Titanic online, März 2014 > Titanic
SPARGEL

Mehr Spargel-Witze von diversen Zeichnern und Autoren in „Alles Spargel oder was?“, herausgegeben von Elias Hauck. > Lappan Verlag
STÖRE

Erschienen in Titanic, Februar 2014





