DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 18

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 18 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
Vor ein paar hundert Jahren gab es schon mal einen Plüm, der eine große Vision für Plümos hatte: eine Versicherung. In langen flammenden Reden malte er den anderen seine Idee aus. Da die Konzentrationsfähigkeit der Plüm aber selten länger als fünf Sätze anhält, schliefen die Zuhörer bereits, wenn er mit der Einleitung fertig war. Darum sind bis heute Versicherungen auf Plümos unbekannt.

Erschienen in der Berliner taz am 01.09.2016

DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 17

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 17 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
Eine kosmische Farbblase wie der rote Punkt beeinflusste bereits in grauer Vorzeit die Plüm-Geschicke. Damals versetzte ein gelber Punkt Plümos in helle Aufregung. Anders als beim roten Punkt versprach man sich aber Hilfe von ihm, da gerade ein schlimmer Schnupfen grassierte. Was genau beim Zusammenprall passierte ist nicht überliefert, da alle zu erkältet waren, um es sich zu merken.

Erschienen in der Berliner taz am 25.08.2016

DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 16

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 16 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
Natürlich konnten die Plümianer nicht zaubern – sie waren nur etwas schlauer als der Rest der Plüm. Sie nutzten aus, dass die anderen alles glaubten, was das Leben scheinbar leichter machte. Ein Tonikum, das bewirken sollte, dass sich Lübosen-Würmer selbst rösten, wenn man es trinkt, verschaffte den Plümianern ein Leben in Saus und Braus. Leider weiß keiner, was aus ihnen geworden ist.

Erschienen in der Berliner taz am 18.08.2016

DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 15

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 15 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
Zwar gibt es auf Plümos seit Urzeiten Bälle, Ballspiele waren aber nie sehr beliebt, wohl wegen der schnellen Bewegungen, die meist nötig sind. Die Abneigung ging teilweise so weit, dass die Redewendung „geh doch Ball spielen“ entstand, wenn ein Plüm einem zweiten etwas Schlechtes wünschte. Natürlich hätte man ein anderes Spiel erfinden können – aber auch dazu waren die Plüm zu faul.

Erschienen in der Berliner taz am 11.08.2016

DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 14

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 14 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
Die Schuller-Fliege ist eine der Leibspeisen der Plüm. Da sie aber recht schwer zu fangen ist, war sie schon immer eine kostbare Delikatesse. Eine Zeit lang gehörte es zum guten Ton unter verfeindeten Plüm, vor den Augen des anderen Schuller-Fliegen zu essen, um Macht und Status zu demonstrieren. Je lauter beim Kauen der Fliegenpanzer krachte und knurpste, desto bedeutender war der Plüm.

Erschienen in der Berliner taz am 04.08.2016

DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 13

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 13 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
Es gab eine Ära, in der sich die Plüm gern als andere Plüm verkleideten: blaue als grüne, grüne als violette und so weiter. Doch das geriet bald außer Kontrolle: Man wechselte mehrmals am Tag den Look, Farbschicht über Farbschicht, bis sich Großteile der Bevölkerung nicht mehr bewegen konnten. Die folgende Hungersnot rottete die Plüm fast vollständig aus – und beendete damit diese Mode.

Erschienen in der Berliner taz am 28.07.2016

DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 12

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 12 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
Zur Blütezeit der plümschen Kultur wurde die bildende Kunst hoch geschätzt. Die Künstler arbeiteten aber ausschließlich mit Lebensmitteln: Sie malten Bilder mit Sum-Beeren-Mus und bauten Skulpturen aus Lübosen-Würmern. Bei Ausstellungseröffnungen wurde die Kunst kurz bewundert – und dann gegessen. Ein Werk war nur gelungen, wenn nicht nur die Aussage, sondern auch der Geschmack stimmte.

Erschienen in der Berliner taz am 21.07.2016

DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 11

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 11 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
Der plümsche Magen ist ein faszinierendes Organ: Er verträgt fast alles. Früher gab es Wettbewerbe auf Plümos, bei denen es darauf ankam, enorme Mengen an Steinen, Metall, Holz und verdorbenen Lebensmitteln zu essen. Sie waren so beliebt wie in Deutschland der Fußball. Die gekürten Essmeister wurden ein Jahr lang von einem anderen Plüm getragen und mussten keinen Schritt selber gehen.

Erschienen in der Berliner taz am 14.07.2016

DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 10

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 10 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
Obwohl die Plüm fast alles essen, gehörten Trufonten noch nie zu ihrer Nahrung – egal ob frisch oder vergammelt. Das liegt zum einen daran, dass ihr Fleisch gummiartig zäh ist und widerlich bitter schmeckt. Zum anderen sind sie selten: Es gab schon immer so unglaublich wenige Trufonten auf Plümos, dass es sich nie gelohnt hat, ein wirklich schmackhaftes Rezept für sie zu überlegen.

Erschienen in der Berliner taz am 07.07.2016

DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 9

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 9 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
Die Plüm vermehren sich durch ungeschlechtliche Teilung, ähnlich den Bakterien auf der Erde. Die Teilungsprozedur ist anstrengend: Zuerst müssen sie viel essen, dann stark nachdenken. Wenn sie sich schließlich unter großem Kraftaufwand in zwei gleiche Plüm geteilt haben, leiden beide tagelang unter schrecklichem Trennungsschmerz. Darum ist die Reproduktion völlig aus der Mode gekommen.

Erschienen in der Berliner taz am 30.06.2016

DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 8

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 8 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
Das Wetterphänomen des superdicken Blosch-Nebels ist berüchtigt auf Plümos. Vor gut 8000 Jahren soll er mal so superdick gewesen sein, dass eine Gruppe von Plüm in ihm steckengeblieben ist und sich stundenlang nicht befreien konnte. Wirklich nachweisbar ist dieses Ereignis nicht, trotzdem geht wohl die Redewendung „Nebel an den Füßen haben“ für einen sehr langsamen Plüm darauf zurück.

Erschienen in der Berliner taz am 23.06.2016

DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 7

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 7 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
In alten Zeiten waren die Plüm ein sehr aggressives Volk. Wegen der kleinsten Kleinigkeit wurden Kriege geführt. Mal kämpften die blauen gegen die grünen und violetten Plüm, mal die quadratischen gegen die rechteckigen. Irgendwann fiel ihnen auf, wie viel Arbeit die Bestattung der Toten macht und verboten daraufhin den Krieg. Seitdem sind die Plüm sehr friedliebend. Meistens jedenfalls.

Erschienen in der Berliner taz am 16.06.2016

REMAKE IN DER CARICATURA GALERIE

Remake | Caricatura | © Katharina GreveVon Arthouse bis Zombie: Bei der Ausstellung „Ganz großes Kino – Cartoons zum Film“ in der Caricatura Galerie für Komische Kunst in Kassel gibt es Cartoons von 27 cineastischen Kollegen und mir zu sehen, glamourös kuratiert von Saskia Wagner.

Aber nicht nur das! Bonus-Material der Ausstellung ist meine technikfreie Videoinstallation „Remake“. Sie ist ein Remake im doppelten Sinne: Zum einen spielen Raum und Ausstattung der Galerie Höhepunkte der Filmgeschichte nach – das Schild eine Komödie, der Boden einen Sandalenfilm. Zum anderen ist sie eine Neuauflage meiner Installation „Fernsehgarten“, bei der ein Neuköllner Schrebergarten die Schauspieler stellte.

Remake | Catch Me If You Can | © Katharina Greve

„Catch Me If You Can“

Remake | Quo vadis? | © Katharina Greve

„Quo vadis?“

Remake | Fluch der Karibik | © Katharina Greve

„Fluch der Karibik“

> zur Caricatura Galerie
> zum Buch „Ganz großes Kino – Cartoons zum Film“, erschienen im Lappan Verlag
> zum Fernsehgarten

DIE LETZTEN 17 TAGE DER PLÜM | Tag 6

Comic-Strip | Die letzten 17 Tage der Plüm | Tag 6 | © Katharina Greve

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Wissenswertes über die Plüm
Der Lübosen-Wurm ist das multifunktionalste Nutztier auf dem Planeten Plümos: Lebendig geröstet ist er das Lieblingsessen der Plüm, ausgenommen und umgestülpt dient er als Tragebeutel und sein Blut kann als Tinte benutzt werden. Da aber die letzten Plüm inzwischen aus Bequemlichkeit das Schreiben aufgegeben haben und auch genügend Beutel besitzen, wird der Wurm heute nur noch gegessen.

Erschienen in der Berliner taz am 09.06.2016